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IMPRESSUM

HEEL Verlag GmbH

© 2014 HEEL Verlag GmbH

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Projektleitung: Christine Birnbaum

Dieses Buch und die darin enthaltenen Rezepte wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Weder der Verlag noch der Autor tragen die Verantwortung für ungewollte Reaktionen oder Beeinträchtigungen, die aus der Verarbeitung der Zutaten entstehen.

– Alle Rechte vorbehalten –

ISBN 978-3-86852-950-0
E-Book ISBN: 978-3-95843-023-5

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Calçotada

Ein Fest

Romesco-Sauce

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Paella

Paella mit Blumenkohl, Schweinekoteletts, Hühnchen und Wiesenlauch

Schwarzer Reis

Fideuá mit Ente, Waldpilzen und Foie

Paella mit Ente und Hummer

Vegetarische Tapas

Tomaten-Avocado-Champignon-Tatar

Escalivada-Timbal mit Ziegenkäse

Auberginen-Tempura mit Honig

pinchos y fútbol

Pincho mit „Escalivada“ in Essig eingelegter Sardelle und Olive

Pincho mit Rührei, Pilzen und Schinken

Pincho mit Allioli und Oktopus

Pincho mit Tapenade und Riesengarnele

Kroketten

Tintenfisch-Kroketten

Steinpilz-Kroketten mit Pinienkernen

Kroketten mit Kürbis und karamellisierten Zwiebeln

Kroketten mit Miesmuscheln, Spitzpaprika und Nüssen

Tostas

Tosta mit Jakobsmuschel, Riesengarnele, Frühlingszwiebeln und Limettenallioli

Tosta mit Olivenpaste und Sardinen in Öl und Tomate

Tosta mit Sobrasada, Mahon-Käse und karamelisierten Zwiebeln

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Lieblingstapas

Patatas Bravas

Tournedos vom Schwein im Speckmantel, Blauschimmelkäsecreme und sautierte Artischocken

Rinderbäckchen in Rotwein mit sautierten Kräuterseitlingen

Lachs mit Senf, Honig und Ingwer auf Spinat katalanischer Art

Tataki von der Schulter des Ibérico-Schweins mit Zuckerschoten und Tomatenmarmelade

Kartoffel-Timbal mit Blutwurst, Spitzpaprika und pochiertem Ei

Olivenöl

Seeteufelspieße mit Riesengarnelen und Cherrytomaten

Feldsalat mit Fenchel, Orange und schwarzen Oliven

Möhrencremesuppe mit Stockfischpüree

Nachtische

Arnadi

Coulant de Chocolate

Crema Catalana

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Gin & Tonics

Grapefruit-Erdbeer-Gin

Serrano-Pflaumen-Gin

Himbeer-Estragon-Gin mit Demerara-Zucker

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Gut dreieinhalb Jahre ist es nun her, dass wir die Bar Raval mit einem unvergesslichen Fest eröffnet haben. Völlig blauäugig haben wir uns damals in ein Abenteuer gestürzt, das noch lange nicht vorbei ist, uns aber schon jetzt viele schöne Begegnungen, Erfahrungen und vor allem herrliche Abende mit köstlichem Essen beschert hat. Von einigen möchten wir gern in diesem Buch erzählen und dabei noch mehr Menschen für die Vielfalt der spanischen Tapas-Küche begeistern.

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Im Februar 2003 lernen wir uns bei der Weltpremiere des großen Kinohits „Good bye Lenin!“ auf der Berlinale kennen. Bald entdecken wir die gemeinsamen spanischen Wurzeln, tauschen unsere Telefonnummern aus und bleiben die nächsten Jahre lose in Kontakt. Man sieht sich beim Ausgehen, einigen Geburtstagseinladungen, fernab des heimischen Berlins beim Sonar-Festival in Barcelona – solch zufällige Treffen zeigen, dass wir in vielen Dingen einen ähnlichen Geschmack haben, so auch bei Restaurants und beim Essen, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Beide sind wir in Deutschland aufgewachsen, dennoch dem Heimatland der Eltern verbunden. Daniels Mutter kommt aus Barcelona, Atilanos Eltern aus Galizien, der Region nördlich von Portugal im Nordwesten Spaniens. In diesem Sinne ist die Bar Raval auch als eine Spurensuche nach der eigenen Herkunft zu verstehen.

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Die Neugier auf die Essenskultur dieses kulinarisch so reichen Landes und der Wunsch diese – nicht ohne Stolz – mit den Freunden zu teilen, waren wichtige Motive für uns, die Bar ins Leben zu rufen. Nicht zuletzt wollten wir auch in Berlin einen Ort schaffen, an dem man spanisches Essen und Wein genießen kann, ohne permanent daran erinnert zu werden, dass Spanien des Deutschen liebstes Urlaubsland ist. Frei von Fernwehklischees, Stierkampfplakaten, Flamencomusik und Schinken, die von der Decke hängen, sollte ein urbaner Ort entstehen, der so auch in Madrid oder Barcelona existieren könnte und zugleich zu unserer Wahlheimat Berlin passt.

Dass es überhaupt zu dem Projekt gekommen ist, verdanken wir einem unglaublichen Zufall. Es muss im April 2010 gewesen sein, als Daniel in Barcelona im „Inopia“ zu Abend aß, der angesagten Tapas-Bar von Albert Adriá, die es leider inzwischen nicht mehr gibt. Wie so oft wurde er erkannt und von zwei Jungs auf Deutsch angesprochen, Miguel Martín und Juan-Carlos Marta, die in Frechen bei Köln die Enólogos AG betreiben, einen auf spanische Weine und Feinkost spezialisierten Importbetrieb. Man kam ins Gespräch und bedauerte, dass eine so schöne Tapas-Bar wie das „Inopia“ in ganz Deutschland nicht zu finden sei. Da äußerte Daniel den Wunsch, gern eine Tapas-Bar in Berlin zu eröffnen. Miguel empfahl sich als Partner und Berater und gab ihm seine Visitenkarte.

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Zwei Monate später saß eben dieser Miguel in Berlin beim Abendessen mit Atilano zusammen, dem Onkel von Miguels Frau. Sie unterhielten sich darüber, eine Bar in Berlin zu eröffnen, ein Thema, über das sie schon häufiger gesprochen hatten. Diesmal jedoch berichtete Miguel von seiner Begegnung in Barcelona mit diesem Schauspieler, diesem Daniel Brühl, der auch gern eine Bar in Berlin betreiben würde, sich aber dann doch nicht mehr gemeldet habe. Nun, meinte Atilano, mit Daniel ins Gespräch zu kommen, benötige nur einen Anruf, immerhin sei Daniel ein alter Bekannter. Damit hatte Miguel nicht gerechnet und man verblieb so, dass sich Atilano bei Daniel melden würde.

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